GEBALLTE KREATIVITÄT BEIM 2. JUGENDKUNSTSCHULTAG

„Kunst zum Anschauen und Selbermachen“ hieß es am 29. April 2017 in der CreativWerkstatt. Mit einer bunten Mischung aus Bühnen- und Kreativangeboten lud die Jugendkunstschule zum 2. Jugendkunstschultag ein. Rund 150 Gäste von Jung bis Alt genossen das prall gefüllte Programm. Da wurde gesägt, gehämmert, gemalt und getanzt. In einem abgedunkelten Raum warfen Kids mit einem Tagtool fantasievolle Muster und Figuren auf die Wand, die sie anschließend animierten. Draußen wurde mit viel kreativem Eigensinn ein stillgelegtes Auto mit Graffitis besprüht. Und auf der großen Bühne präsentierten die Modeakademie c.a.f.c.a. und die Bauchtanzgruppen der CreativWerkstatt unter viel Applaus ihre neuesten Kreationen und Choreografien.

Besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Kompetenznachweises Kultur, den 29 Kinder und Jugendliche zwischen 2014 und 2017 in verschiedenen Kursen, Workshops und Projekten der CreativWerkstatt erworben hatten. Ausgezeichnet wurden zum einen ihre künstlerischen Fähigkeiten, zum anderen ihre persönlichen Kompetenzen wie Eigeninitiative, Teamgeist oder Durchhaltevermögen. Überreicht wurden die Zertifikate von Bürgermeister Fred Toplak und Ingo Abrahams, Vorstandsmitglied der Volksbank Ruhr Mitte, die den Kompetenznachweis seit 2007 finanziell unterstützt.

KUNST GEHT VOR DIE TÜR

„Kunst geht vor die Tür“ lautet 2018 das Motto unseres neuen Programms. Zahlreiche Kurse, Workshops und Projekte finden nicht nur in der CreativWerkstatt, sondern auch außerhalb der Einrichtung und im öffentlichen Raum statt. In einem Wochenend-Workshop bauen Kinder ab sechs Jahren gemeinsam mit einem Eltern- oder Großelternteil einen Drachen. Zum Jungfernflug geht es anschließend auf die Halde Hoheward. Ältere Kursteilnehmende bauen an mehreren Wochenenden ihr eigenes Longboard. Praxistest auch hier selbstverständlich inklusive. Beim Geocaching rund um die Jugendkunstschule verwandeln sich Zehn- bis Vierzehnjährige mit GPS-Empfänger und Smartphone zum Indianer Jones der Gegenwart. Mit dem einen Unterschied: Natürlich sind die in den Cache-Behältern verborgenen Aufgaben nur künstlerisch zu lösen. Ab April 2018 legen Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen auf dem Gelände der Martin-Luther-Schule einen Skulpturenpfad an. Und mit einem fantasievoll gestalteten Laternenhimmel bringen im Herbst Viertklässlerinnen und Viertklässler der Hertener Grundschulen und Teilnehmende der Pfingstakademie der CreativWerkstatt die Stadt zum Leuchten.