MIT KUNST GEGEN CORONA

Auch im letzten Jahr hat die Corona-Pandemie Hertens junge Kreative ganz schön ausgebremst. Unzählige Workshops und Kurse der CreativWerkstatt wurden abgesagt oder konnten nur in sehr kleinen Gruppen stattfinden. Auf Kreativität und Spaß mussten die Kids aber trotzdem nicht verzichten. Rund 150 Kunst-Care-Pakete hat die Jugendkunstschule gepackt und Interessierten auf Wunsch bis vor die Haustür geliefert.

Die Pakete enthielten Farben, Pinsel, Stifte, Zeichenblock und Leinwand, Modellierton oder Stoffe und Nähzeug. Eindeutiger Renner in der Gunst der Daheim-Werkerinnen und Werker war das Paket für den Wellness-Workshop „Schöner Chillen“. Das enthielt nämlich neben Meersalz und Kamillenblüten die Zutaten für eine Schokoladenmaske. Zu den Materialien gab es schriftliche Anleitungen oder kleine Tutorials, die über den YouTube-Kanal der CreativWerkstatt abrufbar waren. So konnten die Kids, wann immer sie Zeit und Lust hatten, kreativ tätig werden.

Sehr gut angenommen wurden auch die Streaming-Veranstaltungen, die die CreativWerkstatt erstmals im Lockdown angeboten hat. 52 Endgeräte waren online, als im April Planetenforscher Prof. Dr. Hiesinger von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in die Geheimnisse des Mondes einführte. Dabei saßen bei der rund 45-minütigen KinderUni-Vorlesung oft mehrere Kinder vor einem Bildschirm oder Tablet. Ebenso gut besucht war die Mechanik-Show der Physikanten aus Witten. Rund 95 Schülerinnen und Schüler der Hertener Grundschulen verfolgten Anfang Mai im Netz die spektakulären Experimente über „Alles, was (sich) bewegt“.

IN DER ZEITMASCHINE

Ob es 2022 erneut zu Schließungen und Kursausfällen kommen wird, konnte bei Redaktionsschluss noch niemand wissen. Trotzdem hat die CreativWerkstatt erneut ein Programm mit den beliebtesten, aber auch vielen neuen Angeboten zusammengestellt. Unter dem Motto „In der Zeitmaschine“ geht es in mehreren Veranstaltungen und Workshops auf eine Reise in die Vergangenheit. Bei der KinderUni im Glashaus und im Naturkundemuseum in Dortmund treffen Sechs- bis Zehnjährige auf Urzeitviecher, die vor 150 Millionen die Erde bevölkerten, und lernen deren heutige Verwandten kennen. Ein Wochenend-Workshop führt sie in die Höhlen von Steinzeitmenschen, deren Wandmalereien sie kreativ nachahmen. Am anderen Ende des Zeitstrahls geht die Reise in die Zukunft. Autos, die ganz allein fahren, stellt die zweite KinderUni-Vorlesung vor. Und in der Sommerakademie reisen Zehn- bis Vierzehnjährige zurück in die Welt eines Jules Verne (1828–1905) und entwerfen im Stil der damaligen Zeit Maschinen, Kunstwerke und Alltagsgegenstände, die vielleicht die Zukunft bringen wird.